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Klicks maximieren bei Google Ads: Wann diese Gebotsstrategie wirklich sinnvoll ist

Autor: Alex Rodionov

In Google Ads gibt es verschiedene Gebotsstrategien, die jeweils unterschiedliche Ziele verfolgen. Manche sind auf Conversions ausgerichtet, andere auf Sichtbarkeit oder auf einen bestimmten Ziel-CPA. Eine der bekanntesten Strategien ist Klicks maximieren. Doch nur weil Google diese Option häufig vorschlägt, heißt das nicht, dass sie automatisch die beste Wahl für Euch ist.

Genau hier ist strategisches Denken gefragt. Eine Gebotsstrategie sollte niemals einfach übernommen werden, nur weil sie voreingestellt ist. Sie muss zu Eurem Kontostatus, zu Eurem Budget, zu Eurem Funnel und zu den vorhandenen Daten passen. In diesem Artikel erkläre ich Euch, was Klicks maximieren genau bedeutet, wie Google damit arbeitet und wann ich diese Strategie bewusst einsetze.

Klicks Maximieren Gebotsstrategie Google Ads

Was bedeutet Klicks maximieren konkret?

Die Gebotsstrategie Klicks maximieren verfolgt ein klares Ziel: Mit dem vorgegebenen Budget sollen so viele Klicks wie möglich generiert werden. Google versucht also, innerhalb der definierten Targeting-Einstellungen – meist basierend auf Keywords – den maximalen Traffic herauszuholen.

Wichtig ist dabei ein entscheidender Punkt: Diese Strategie optimiert nicht auf Conversions. Sie analysiert nicht, welche Klicks mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Anfrage oder Bestellung führen. Stattdessen liegt der Fokus ausschließlich auf der Anzahl der Klicks.

Das bedeutet: Google bewertet in diesem Fall nicht das Conversion-Potenzial eines Keywords oder einer Suchanfrage, sondern versucht, möglichst viel Traffic zu einem bestimmten Budget zu erzeugen. Innerhalb der gewählten Keyword-Optionen hat Google dabei einen gewissen Spielraum, bei welchen Suchanfragen die Anzeigen tatsächlich ausgespielt werden.

Weitere technische Details zur Funktionsweise von Gebotsstrategien sind auch in der offiziellen Google-Dokumentation beschrieben (https://support.google.com/google-ads/answer/6268632).

Warum Klicks nicht automatisch wertvoll sind

Viele Werbetreibende sehen günstige Klickpreise und freuen sich über viel Traffic. Doch günstige Klicks haben oft einen Grund. In vielen Fällen fehlt diesen Suchanfragen das Conversion-Potenzial. Sie sind informativ, unspezifisch oder befinden sich sehr weit oben im Funnel.

Wenn Euer Ziel jedoch Leads oder Verkäufe sind, reicht es nicht aus, nur möglichst viele Klicks zu generieren. Entscheidend sind relevante Klicks mit echter Abschlusswahrscheinlichkeit.

Genau hier liegt die Herausforderung bei Klicks maximieren: Ohne strategische Steuerung kann es passieren, dass viel Budget in Traffic fließt, der am Ende keine Ergebnisse liefert.

Die Rolle von Max CPC

Auch bei Klicks maximieren besteht die Möglichkeit, einen maximalen CPC festzulegen. Das halte ich in vielen Fällen für sinnvoll. Gerade bei begrenztem Budget solltet Ihr nicht komplett blind auf die automatische Steuerung vertrauen.

Meine Empfehlung: Setzt den Max CPC zunächst eher konservativ an und beobachtet, ob ausreichend Traffic generiert wird. Wenn Euer Budget knapp ist, solltet Ihr Euch schrittweise herantasten und die Klickpreise langsam erhöhen.

Gleichzeitig gilt: Extrem günstige Klicks sind nicht automatisch gut. Wenn sie kein Potenzial für Conversions haben, bringen sie keinen nachhaltigen Mehrwert. Ziel sollte es sein, ein Gleichgewicht zwischen Klickkosten und Relevanz zu finden.

Wann ich Klicks maximieren bewusst einsetze

Ich setze Klicks maximieren vor allem in folgenden Situationen ein:

1. Neues Konto ohne Conversion-Daten
Wenn Euer Google Ads Konto neu ist und noch keine oder kaum Conversion-Daten vorliegen, kann Google nicht einschätzen, welche Nutzer mit höherer Wahrscheinlichkeit konvertieren. In diesem Fall fehlen schlicht die Daten für eine Conversion-basierte Optimierung.

2. Fehlendes oder fehlerhaftes Tracking
Es kommt häufig vor, dass zwar Kampagnen liefen, aber kein korrektes Conversion-Tracking eingerichtet wurde. Oder es wurden nicht die wirklich relevanten Conversions gemessen. Ohne saubere Datenbasis ist eine Strategie wie Ziel-CPA oder Conversion maximieren kaum sinnvoll.

In solchen Fällen nutze ich Klicks maximieren, um zunächst Daten zu sammeln. Mit einem durchdachten Setup, klarer Keyword-Struktur und kontrolliertem CPC könnt Ihr eine solide Grundlage schaffen.

Keyword-Strategie ist hier entscheidend

Gerade bei dieser Gebotsstrategie solltet Ihr Google nicht zu viel Freiheit geben. Deshalb arbeite ich bevorzugt mit genau passenden Keywords. Je präziser die Keyword-Auswahl, desto besser lässt sich die Qualität des Traffics steuern.

Die Keywords sollten möglichst relevant sein und idealerweise aus dem Bottom-Funnel stammen. Das sind Suchanfragen von Nutzern, die bereits sehr nah an einer Entscheidung sind – also kurz vor einer Anfrage oder Bestellung stehen.

Natürlich spielt auch das Suchvolumen eine Rolle. In manchen Märkten ist es notwendig, leicht breitere Begriffe zu wählen, um überhaupt genug Traffic zu generieren. Dennoch sollte der Fokus klar auf Relevanz liegen.

Je enger und präziser Eure Keyword-Struktur, desto besser könnt Ihr verhindern, dass Budget in unqualifizierte Klicks fließt.

Der strategische Übergang zu anderen Gebotsstrategien

Das Ziel ist in der Regel nicht, dauerhaft bei Klicks maximieren zu bleiben. Vielmehr dient diese Strategie häufig als Einstiegsphase, um ausreichend Daten zu sammeln.

Sobald genügend Conversion-Daten vorhanden sind und das Tracking sauber funktioniert, kann es sinnvoll sein, auf eine Conversion-basierte Gebotsstrategie umzusteigen. Erst dann weiß Google, welche Nutzergruppen, Suchanfragen und Signale tatsächlich zu Ergebnissen führen.

Ohne diese Datenbasis wäre eine solche Optimierung reine Spekulation. Mit Daten hingegen kann das System deutlich präziser arbeiten.

Wann ich Klicks maximieren nicht einsetzen würde

Eine Ausnahme sehe ich klar bei Brand-Kampagnen. Hier würde ich in der Regel eine andere Gebotsstrategie wählen, da die Suchanfragen bereits sehr konkret sind und meist eine andere Steuerungslogik sinnvoll ist.

Abgesehen davon halte ich Klicks maximieren in vielen Fällen für einen sinnvollen Startpunkt – vorausgesetzt, das Setup ist strategisch durchdacht.

Meine Empfehlung für Euch:

Klicks maximieren ist keine schlechte Gebotsstrategie. Sie ist aber auch keine Allzwecklösung. Wenn Ihr sie einsetzt, solltet Ihr verstehen, dass sie auf Traffic und nicht auf Conversions optimiert.

Mit sauberem Tracking, klar definierten Keywords, einem kontrollierten Max CPC und einer strategischen Perspektive kann sie jedoch ein sehr effektives Werkzeug sein – vor allem in der Anfangsphase eines Kontos.

Entscheidend ist, nicht einfach das zu übernehmen, was Google vorschlägt, sondern bewusst zu entscheiden, welche Strategie zu Eurem aktuellen Kontostatus passt. Genau darin liegt der Unterschied zwischen automatischer Aussteuerung und strategischer Kampagnenführung.

Empfohlenes YouTube-Video zum Thema (auf Englisch):

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