Online Marketing News Februar 2026
Autor: Alex Rodionov
Es ist die Zeit für die Online Marketing News Februar 2026. Der Februar zeigt eine klare Richtung: Immer mehr Entwicklungen bewegen sich in Richtung ChatGPT Werbung, KI-basierte Interfaces und geschlossene Plattformen. Gleichzeitig wird deutlicher, wie stark Monetarisierung und Kontrolle inzwischen im Vordergrund stehen. Die Ankündigung von Werbung in ChatGPT, kombiniert mit einem geleakten CPM von rund 60 US-Dollar pro 1.000 Impressionen, macht klar, dass es sich eher um einen Branding-Kanal als um klassische Performance-Werbung handelt.
Für Lead-Generierung oder E-Commerce-Sales wirkt dieses Modell aktuell wenig attraktiv. Impressionen ohne echtes Targeting und ohne transparente Nutzersegmente sind teuer, vor allem wenn Budgets im zweistelligen Millionenbereich notwendig sind. Trotzdem ist das Thema strategisch hochrelevant, weil sich hier ein möglicher Zukunftskanal formiert.
Copilot auf der Bing-Startseite: Push statt Durchbruch
Microsoft platziert Copilot nun prominent auf der Bing-Startseite. Das ist weniger ein Zeichen von Marktdominanz als vielmehr ein Versuch, Nutzung künstlich zu erzeugen. Im direkten Vergleich mit ChatGPT oder Googles Gemini wirkt Copilot weiterhin schwer zugänglich und wenig differenziert.
Der Wettbewerb um die führende KI-Oberfläche ist enorm. Während ChatGPT als Standard-Tool wahrgenommen wird und Gemini tief in Googles Ökosystem integriert ist, kämpft Copilot um Aufmerksamkeit.
- Stärkere Platzierung ersetzt keine echte Nachfrage
- Kaum Differenzierung gegenüber anderen KI-Tools
- Unklarer Mehrwert für den durchschnittlichen Nutzer
Ob dieser Push langfristig Wirkung zeigt, bleibt offen. Aktuell wirkt es eher wie ein Verteidigungszug als wie ein echter Angriff auf Marktführer.
Yahoo Scout: Unerwartetes Comeback mit Publisher-Fokus
Dass Yahoo mit einem eigenen KI-Tool zurückkommt, hat kaum jemand erwartet. Auffällig ist jedoch die kommunikative Ausrichtung: Publisher sollen stärker profitieren, Links sichtbarer sein und Nutzer explizit zum Klicken animiert werden.
Das wirkt wie eine bewusste Abgrenzung zu Google und ChatGPT, wo externe Websites zunehmend in den Hintergrund rücken. Yahoo scheint erkannt zu haben, dass viele Publisher frustriert sind und nach Alternativen suchen.
- Prominentere Platzierung externer Links
- Weniger Abschottung innerhalb der KI-Antworten
- Klare Positionierung gegen geschlossene Ökosysteme
Ob das tatsächlich relevante Reichweite erzeugt, ist unklar. Aber strategisch ist es ein interessanter Versuch, sich über Offenheit zu differenzieren.
Google Ads: Noch schneller, noch automatischer
Google treibt die Automatisierung weiter voran. Mit dem Fast-Track-Setup lassen sich Kampagnen noch schneller starten. Weniger Einstellungen, weniger Kontrolle, dafür ein direkterer Weg zur Budgetausgabe.
Aus praktischer Sicht ist davon eher abzuraten. Schon früher haben Smart-Kampagnen gezeigt, dass Geschwindigkeit selten mit Effizienz einhergeht. Ohne saubere Strategie und Erfahrung entstehen schnell Streuverluste.
Gerade hier zeigt sich, dass Automatisierung Fachwissen nicht ersetzt. Wer Google Ads ernsthaft nutzen will, kommt um Erfahrung und strategische Planung nicht herum.
P-Max und Reddit: Automatisierung überall
Performance Max wird weiter ausgebaut: mehr Tests, mehr Ausschlüsse, mehr Optionen – bei gleichbleibender Intransparenz. Parallel dazu entstehen vollautomatisierte Reddit-Kampagnen, die stark an P-Max erinnern.
- Automatische Asset-Kombinationen
- Wenig Einblick in Ausspielungslogiken
- Hohe Abhängigkeit von Googles Systementscheidungen
Spannend ist das allemal, aber auch riskant für Werbetreibende ohne klare Leitplanken.
Personalisierte KI-Antworten bei Google: Daten spielen eine Rolle
Google hat bestätigt, dass KI-Übersichten personalisiert ausgespielt werden. Antworten unterscheiden sich also je nach Nutzer, Kontext und möglicherweise Historie. Das macht deutlich, dass Nutzerdaten sehr wohl eine Rolle spielen.
Für viele sogenannte GEO-Ansätze bedeutet das eine harte Realität: Eine einheitliche Optimierung für KI-Antworten ist kaum möglich. Sichtbarkeit hängt stärker davon ab, wer sucht – nicht nur was gesucht wird.
Das verändert die Spielregeln fundamental und relativiert viele Heilsversprechen rund um Generative Engine Optimization.
Produktpreise direkt im KI-Modus
Google zeigt Preise direkt auf Produktbildern im KI-Modus an. Der visuelle Kontext wird damit klar kommerziell. Nutzer sehen Angebote, ohne klassische Shop-Seiten zu besuchen.
Das erhöht den Preisdruck und verschiebt Vergleichsprozesse noch weiter nach vorne in die Suchoberfläche.
Commerce-Protokolle und schneller Checkout
Die Diskussion rund um neue Commerce-Protokolle wird oft als Bedrohung für SEO dargestellt. Tatsächlich geht es weniger um Verdrängung als um eine Veränderung des Kaufprozesses.
Shopping wird direkter, integrierter und schneller. KI-Systeme wie ChatGPT könnten künftig nicht nur beraten, sondern auch Transaktionen abwickeln. Ein schneller Checkout innerhalb der Oberfläche verändert Erwartungen und Nutzerverhalten.
Das wirkt zukunftsfähig und dürfte weiter an Bedeutung gewinnen – unabhängig davon, ob klassische SEO-Mechaniken bestehen bleiben.
OpenAI Ads: Hoher Preis, wenig Einblick
Die Ankündigung von Werbung bei OpenAI bringt viele Fragen mit sich. Ein CPM von rund 60 US-Dollar ist extrem hoch, insbesondere bei einem reinen Impression-Modell.
Gleichzeitig betont OpenAI, dass keine Nutzerdaten geteilt werden. Targeting erfolgt nicht über klassische Segmente, sondern wird intern gesteuert. Werbetreibende erhalten Reichweite, aber kaum Transparenz.
- Keine Weitergabe von Nutzerdaten
- Begrenzte Targeting-Optionen
- Fokus auf Markenpräsenz statt Performance
Das schützt das Vertrauen der Nutzer, schränkt aber die Steuerbarkeit massiv ein. Für viele Unternehmen dürfte ChatGPT Werbung daher vor allem ein Branding-Thema bleiben.
Einordnung: Viele Tests, klare Tendenzen
Der Februar ist kein Monat der radikalen Umbrüche, aber ein Monat klarer Signale. KI wird stärker monetarisiert, Plattformen schließen sich weiter und Automatisierung ersetzt zunehmend Kontrolle.
Für Euch heißt das vor allem, Entwicklungen kritisch zu bewerten. Nicht jede neue Funktion bringt echten Mehrwert. Entscheidend bleibt, wo Sichtbarkeit, Vertrauen und Wirtschaftlichkeit langfristig zusammenkommen.
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