Das ändert sich bei Performance Max 2026 - Ultimativer Guide
Autor: Alex Rodionov
Performance Max hat sich 2026 endgültig zur dominanten Kampagnenart in Google Ads entwickelt – bei vielen meiner Kunden in DACH macht sie inzwischen über 45 % aller Conversions aus. Nach mehr als 13 Jahren als Freelancer und der Betreuung von über 300 Kampagnen mit einem verwalteten Budget von mehr als 10 Millionen Euro sehe ich ganz klar: Wer die neuen Transparenz- und Kontrollmöglichkeiten nicht nutzt, verschenkt massiv Geld.
Google hat 2025/2026 endlich auf die jahrelange Kritik reagiert und Performance Max deutlich „erwachsener“ gemacht. Die wichtigsten Neuerungen drehen sich um echte Kontrolle statt Black-Box: bessere Berichte, gezielte Ausschlüsse und Steuerung der KI-generierten Inhalte. In diesem ultimativen Guide zeige ich Euch Schritt für Schritt, wie Ihr diese Features konkret einsetzt, um ROAS und Effizienz spürbar zu steigern.
Suchbegriff-Report – endlich echte Transparenz bei den Suchanfragen
Der wohl größte Game-Changer 2026 ist der Suchbegriff-Report in Performance Max. Früher wussten wir nur grob über Search Themes, welche Art von Suchen die Kampagne bedient. Jetzt seht Ihr die tatsächlichen Suchbegriffe, die Eure Anzeigen ausgelöst haben – und zwar mit allen wichtigen Metriken: Impressions, Klicks, Conversions, Kosten und ROAS.
Wichtig zu wissen: Der Report zeigt nur Suchbegriffe aus dem Google-Suchnetzwerk und den Search-Partner-Websites. YouTube, Display, Discover & Co. bleiben weiterhin unsichtbar – das ist aber völlig in Ordnung, denn genau dort liegt der größte Hebel für Negative Keywords.
In der Praxis gehe ich bei allen meinen Kampagnen so vor:
- Jeden Montag den Report der letzten 7 Tage öffnen und nach Conversions sortieren
- Irrelevante Begriffe sofort als kampagnenweite Negative Keywords hinzufügen (z. B. „kostenlos“, „gebraucht“, „Test“, Markennamen von Wettbewerbern)
- Starke Converter mit gutem ROAS als neue Search Themes (bis zu 50 pro Asset Group!) in die Asset Group packen
- Begriffe mit vielen Impressions, aber null Conversions als Broad-Match-Negative auf Kampagnenebene setzen
Ein reales Beispiel aus meiner Betreuung eines Anbieters für Wohnen auf Zeit: Bei der Übernahme des Kontos habe ich eine Menge an irrelevanten Suchbegriffen identifiziert. Diese habe ich ausgeschlossen, und außerdem konnte ich viele Suchbegriffe finden, für die es noch keine Keywords in den vorhandenen Suchkampagnen gab. Diese konnte ich dann dort hinzufügen, um den Traffic zu den Suchkampagnen zu schieben und mehr Kontrolle zu haben.
Tipp: Kombiniert den Report mit dem Kanalleistung-Bericht. So seht Ihr sofort, ob ein schlechter Suchbegriff nur auf Search oder auch auf Partner-Websites läuft – und könnt gezielter ausschließen.
Placement-Bericht – endlich sehen, wo Eure Anzeigen wirklich laufen

Der neue Placement-Bericht („Wo Anzeigen ausgeliefert wurden“) ist eine der besten Neuerungen für Brand Safety und Budget-Optimierung. Früher musstet Ihr mühsam über den Berichtseditor gehen. Heute seht Ihr direkt im Kampagnen-Überblick:
- Einzelne YouTube-Kanäle mit Impressions und Conversions
- Spezifische Websites im Display-Netzwerk
- Mobile Apps (inkl. App-Name und Publisher)
Das Schöne: Ihr könnt jetzt mit ein paar Klicks ganze Placements oder sogar ganze Publisher ausschließen – und das wirkt kampagnenübergreifend, wenn Ihr account-level Placement Exclusions (unter „Inhalt“) nutzt (seit Januar 2026 verfügbar).
In meiner Praxis schließe ich bei fast allen Performance-Max-Kampagnen folgende Kategorien aus:
- Content mit niedriger Qualität (z. B. bestimmte News-Seiten mit hoher Bounce-Rate)
- YouTube-Kanäle, die zu viele Impressionen generieren (lieber Kanäle als einzelne Videos)
- Apps, die zum Thema nicht passen
Tipp: Sortiert den Bericht nach „Impressionen“ absteigend und schließt alles aus, was nicht sinnvoll ist. Das spart schnell 10–25 % Waste.
Text Guidelines – endlich Markenkonformität bei KI-generierten Texten (Beta)
Mit Text Guidelines (aktuell noch als experimentelles Beta-Feature verfügbar, global seit Februar 2026) könnt Ihr der KI endlich klare Vorgaben machen: Was darf in den automatisch generierten Text-Assets stehen – und was auf keinen Fall. Voraussetzung: Text customisation muss auf „ON“ stehen (in den Asset-Optimierungs-Einstellungen der Kampagne oder Asset Group).
Text Guidelines wirken kampagnenweit und gelten für alle Google-optimierten Text-Assets (Headlines, Descriptions usw.), die durch AI Max / Text customisation erzeugt werden. Wichtig: Sobald Ihr Guidelines setzt, werden bestehende Assets, die nicht passen, als „removed“ markiert und hören auf zu laufen – das kann kurzfristig die Performance beeinflussen, bis die KI neue, konforme Varianten generiert hat.
Ihr habt zwei Haupt-Optionen:
- Term Exclusions – bis zu 25 exakte Wörter oder Phrasen, die ausgeschlossen werden sollen (nicht case-sensitive). Beispiele: „billig“, „günstig“, „Discount“, „Sale 50 %“, „Cheapest in Berlin“.
- Messaging Restrictions – bis zu 40 Vorgaben, die den Ton, Stil oder Inhalt steuern. Beispiele: „Immer Premium-Qualität betonen“, „Nie Preise nennen“, „Immer Nachhaltigkeit erwähnen“, „Vermeiden Sie aggressive Verkaufssprache wie ‚Jetzt zuschlagen!‘“.
Wichtige Details aus der Praxis und Googles Help Center:
- Term Exclusions sind sprachspezifisch: Wenn Ihr „cheap“ ausschließt, wird das deutsche „billig“ trotzdem erscheinen – Ihr müsst also pro Sprache die relevanten Begriffe eintragen.
- Messaging Restrictions gelten sprachübergreifend: Eine Restriction wie „Vermeiden Sie Preisangaben“ wirkt auch auf französische oder spanische Assets.
- Preise können nicht über Term Exclusions ausgeschlossen werden (z. B. „$“ oder „€“ hilft nicht). Nutzt stattdessen eine Messaging Restriction wie „Vermeiden Sie jegliche Preisangaben, z. B. 49 € oder ab 99 €“.
- Ineffiziente oder widersprüchliche Guidelines können viele gute Assets entfernen und die Performance senken – daher immer sparsam starten und testen.
Tipp zur Umsetzung: Startet mit 8–10 klaren Term Exclusions und 4–6 Messaging Restrictions. Testet 14 Tage, prüft im Asset-Report, ob die Guidelines angewendet werden (Assets mit „removed“-Status = nicht konform). Erweitert dann schrittweise. Kombiniert das mit starken manuellen Asset-Variationen – so lernt die KI extrem schnell und produziert bessere Ergebnisse.
Datenausschlüsse – Bestandskunden & Co. gezielt ausblenden
Endlich könnt Ihr in Performance Max Customer Match Listen und Remarketing-Listen aktiv ausschließen. Das war einer der größten Pain-Points der letzten Jahre.
Die meisten KMU wollen mit Performance Max Neukunden gewinnen – nicht die eigenen Bestandskunden mit teuren Anzeigen wieder ansprechen. Mit den neuen Datenausschlüssen geht das ganz einfach:
- Customer Match Liste „Alle Käufer letzten 365 Tage“ hochladen
- Diese Liste als Audience Exclusion auf Kampagnen- oder Asset-Group-Ebene setzen
- Optional: Nur „Käufer letzten 90 Tage“ ausschließen, um Reaktivierung nicht zu behindern
In der Praxis spare ich meinen Kunden damit regelmäßig Budgets ein, die sonst für Bestandskunden verbrannt wurden. Gleichzeitig steigt der Anteil qualifizierter Neukunden-Leads deutlich.
Assets A/B Testing in Performance Max – endlich klare Gewinner erkennen
A/B Testing für Assets ist jetzt möglich. Ihr seht jetzt genau:
- Welches Bild/Video in welchem Channel am besten performt
- Welche Headline-Kombinationen die höchste Conversion-Rate haben
- Welche Call-to-Action-Buttons am stärksten konvertieren
Meine empfohlene Vorgehensweise bei allen Kampagnen:
- Pro Asset Group 8–12 Headlines, 6–8 Bilder, 4–6 Videos hochladen
- Nach 30–45 Tagen den Asset-Report analysieren
- Assets mit „Poor“ oder „Low“ Rating pausieren
- Starke Performer duplizieren und leicht variieren (A/B Test)
Performance Max 2026 ist kein Black Box mehr
Wer die fünf genannten Features konsequent nutzt – Suchbegriff-Report, Placement-Bericht, Text Guidelines, Datenausschlüsse und Asset-Testing – der hat 2026 einen riesigen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.
Performance Max ist immer noch hochautomatisiert, aber Google hat Euch endlich die Werkzeuge in die Hand gegeben, um aktiv mitzusteuern statt nur zuzuschauen.
In meinen eigenen Kampagnen und bei über 70 betreuten Unternehmen in DACH habe ich mit diesen Optimierungen durchschnittlich 28–47 % ROAS-Steigerung bei gleichem oder sogar reduziertem Budget gesehen.
Ihr wollt nicht monatelang selbst experimentieren? Dann schreibt mir einfach eine kurze Nachricht mit Eurer Kampagnen-URL. Ich schaue mir Euer aktuelles Setup kostenlos an und zeige Euch die ersten drei konkreten Hebel, die bei Euch am meisten bringen.
Jetzt seid Ihr dran – nutzt die neuen Möglichkeiten von Performance Max 2026. Die Zeit der reinen Black-Box-Kampagnen ist vorbei.
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