Online Marketing Nachrichten Mai 2026
Autor: Alex Rodionov
Ranking-Updates & Volatilität
Das aktuelle Update wurde am 8. April beendet. In der letzten Zeit war ziemlich viel los bei den Rankings und die Volatilität ist auch ziemlich hoch. Mittlerweile, jetzt Anfang Mai, hat es sich natürlich schon beruhigt, aber Ende März und Anfang April war das schon recht stark. Ich habe auf jeden Fall viele Änderungen gesehen.
Mehrere Standorte in Google Ads Anzeigen
Man hat festgestellt, dass es jetzt mehrere Location Assets bei den Mobile Google Ads gibt. Falls man mehrere Standorte mit der Kampagne verbunden hat, werden diese auf dem Handy manchmal mehrfach angezeigt (oder zum Swipen). Ich konnte das selber noch nicht feststellen, aber ich habe keinen Grund, das nicht zu glauben. Ich denke, das wird getestet, wahrscheinlich ein A/B-Test, weshalb man es noch nicht immer sieht. Meiner Meinung nach macht das aber Sinn: Wenn man mehrere Standorte mit einer Kampagne verknüpft, sollten diese auch mehrmals angezeigt werden.
Google Ads: Datensammlung und „Empfehlungen“
Einfachere Kundendatenerfassung
Man kann jetzt schon, wenn man Enhanced Conversions in Google Ads aktivieren will, einfach einen Haken setzen. Das geht jetzt relativ einfach mit dem Sammeln dieser Kundendaten oder Nutzerdaten von der Bestellseite zum Beispiel. Früher konnte man das nicht so einfach sammeln, man brauchte eine API – jetzt geht das noch einfacher.
Warnung vor der „Nicht genug relevante Keywords“ Meldung bei Google Ads
Es gibt immer wieder diese Benachrichtigung von Google Ads: „nicht genug relevante Keywords“. Ich habe das früher nicht so oft oder gar nicht gesehen, dass das in Google Ads bei den Kampagnen angezeigt wird. Bloß nicht erschrecken lassen! Es geht darum, dass Google mehr Reichweite benötigt und auch mehr Umsatz. Es ist selbstverständlich, dass sie dazu fordern, dass man mehr Keywords hinzufügt oder auf „weitgehend passend“ umstellt.
Bloß nicht einfach anklicken und alles akzeptieren. Macht das nie! Immer kritisch sein. Die meisten Empfehlungen sind nutzlos oder sogar gefährlich für die Effizienz Eurer Kampagnen. Das sollten Experten machen. Hände weg von automatischen Optimierungen oder dem Übernehmen von Empfehlungen, ohne zu verstehen, was sie bedeuten. Google möchte eigentlich, dass man mehr Geld reinsteckt – das ist nicht unbedingt aus Eurer Sicht gut.
Das Ende der Dynamic Search Ads: Wechsel zu AI Max
Ab September 2026 wird es keine DSAs (Dynamische Suchanzeigen) mehr geben. Sie werden alle zu AI Max. Man kann das ja als Option auf Kampagnenebene aktivieren. Das ist schon ein bisschen anders, wie das aktiviert wird, aber ich finde das an sich spannend. Es geht alles Richtung KI.
Google Search Console: Test für KI-Zitierungen
Ein spannendes Thema sind die KI-Zitierungen. Es wird behauptet, dass Google das jetzt auch in der Google Search Console (GSC) testet, ähnlich wie bei Bing. Man kann dort wohl bald sehen: Wie oft wird meine Webseite zitiert? Welche Seiten werden zitiert? Man hat aktuell zwar noch keinen Zugriff darauf, aber man sieht, dass Google daran arbeitet, die Sichtbarkeit in KI-Antworten messbar zu machen.
ChatGPT Ads & Konkurrenz-Targeting
ChatGPT zeigt jetzt auch Anzeigen, wenn man wegen der Konkurrenz fragt. Es gab da dieses bekannte Beispiel mit Sonic und In-N-Out Burger: Da wurde eine Anzeige von Sonic ausgespielt, als nach dem Konkurrenten gefragt wurde.
Ich denke, das ist nicht verboten an sich. Es ist halt ein bisschen ähnlich wie bei Google Ads: Man kann auf die Konkurrenz Anzeigen schalten. Das wird meistens mehr kosten, als wenn man für sich selber schaltet (wegen der Relevanz), aber es ist erlaubt. Ich sehe das nicht als problematisch an. Werbe-technisch ist das ein spannender neuer Hebel.
Max CPCs bei ChatGPT Ads
Interessant ist auch die Preisstruktur: OpenAI hat den Ads Manager mittlerweile für Gebote geöffnet. Die von ChatGPT empfohlenen Max CPCs liegen aktuell in einem Bereich von 3 bis 5 Dollar. Das ist für einen neuen Kanal schon eine Ansage. Man kann jetzt also endlich weg vom reinen CPM-Modell (das anfangs recht teuer war) und gezielt auf Klicks optimieren.
Die neue Budget-Logik ab 01.06. bei Google Ads
Hier müsst Ihr aufpassen: Früher, wenn man zum Beispiel Anzeigen von Montag bis Freitag laufen ließ, wurde das Tagesbudget nicht einfach mal 30,4 genommen, sondern nur die Anzahl der aktiven Tage im Monat wurde multipliziert. Das wird jetzt geändert. Egal, ob Ihr nur am Montag Anzeigen ausspielen lasst: Wenn genug Suchvolumen da ist, wird Google versuchen, das Budget mal 30,4 auszugeben. Wenn Ihr also nur an einem Tag schaltet, wird quasi siebenmal das Tagesbudget ausgegeben. Das ist schon krass.
Danny Sullivan berichtet über Commodity und Non-Commodity Content
Google, so laut Danny Sullivan, möchte nicht mehr, dass man Content postet, der einfach nur „Füllungen“ hat, um zu ranken. Man soll, so laut Herrn Sullivan, etwas über seine eigenen Erfahrungen erzählen. Wenn man zum Beispiel Handwerker ist und eine Wärmepumpe einbaut, dann hat man echte Erfahrung und darüber muss man schreiben.
Ich stimme dem zum Teil schon zu. Es soll nicht generisch sein. Wenn man als Handwerker tätig ist, ist es besser darüber zu schreiben, wie man einen guten Handwerker findet, und gleichzeitig über die eigene Expertise zu sprechen. Wenn man als SEO-Experte über SEO-Tools schreibt, sollte man seine eigene Erfahrung mit bestimmten Kunden zu diesem Tool einbringen. Das ist eine gute Kombination.
Ganz wichtig aber: Es wird behauptet, dass Google diese Idee (alles über eigene Erfahrungen zu schreiben, wonach aber nicht gesucht wird) nur deshalb pusht, weil sie die KI damit füttern wollen. Google will diese Inhalte lesen und verstehen, um sie für die eigenen Antworten zu verwenden. Google ist nicht primär daran interessiert, dass Ihr neue Kunden über Eure Webseite gewinnt. Da muss man also aufpassen.
Noch ein paar Nachrichten aus den letzten Wochen findet Ihr in diesem Youtube-Video:
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